Aus der Geschichte lernen:
die Gegenwart in die Hand nehmen

„Man hat allzu bereitwillig das Vergessenwerden der Naziverbrechen zugelassen und nicht das intensive Nichtvergessendürfen gefordert. Das Resultat ist, dass die Jugend nicht mehr weiß.“

Mario Adorf im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, 17.11.2019, S. 38.

 

„Der Himmel wollte nur, daß alle großen Herren auch Luftpumpen, Quadranten und Kaffeekannen aus den Kanonen und antispasmodisches [krampflösendes] Pulver aus dem Schießpulver machen möchten.“

Georg Christoph Lichtenberg, 10.11.1779, in einem Brief an Andreas Schernhagen.

 

„Sich im Kriege zu drücken, wo immer man nur kann – wie ich es getan habe und Hunderte meiner Freunde – ist das Recht des einzelnen. Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg; man drehe diesem Kram den Rücken oder bekämpfe ihn aktiv. Auch wohlwollende Zuschauer sind Bestärkung.“

Kurt Tucholsky, „Über wirkungsvollen Pazifismus“, 1927.

Bücher

„Wenn der Mensch
von den Umständen
gebildet wird, so muß
man die Umstände
menschlich bilden.“

Karl Marx/Friedrich Engels,
„Die heilige Familie“
1844/45, MEW 2, S.138.

Das „Nie Wieder!“ und das „Wehret den Anfängen!“ – die Lehren aus Faschismus und Krieg (1933-1945) – sind nicht annähernd zur Zufriedenheit verwirklicht. Der Vorrang ziviler internationaler Entwicklung sowie die volle Entfaltung der sozialen Demokratie, der Bildungs- und Kulturstaat stehen nach wie vor auf der gesellschaftlichen Tagesordnung – im aufgeklärten sozialen Kontra zu den Kräften des Vorgestern. Diese lohnenswerten Aufgaben fordern Alle und geraten zunehmend in das öffentliche Bewußtsein. Die kritische Vernunft erreicht den Alltag.

So kooperieren wir mit anderen fortschrittlichen Gruppierungen in den Gremien der studentischen Interessenvertretung, in der Akademischen Selbstverwaltung und in außerparlamentarischen Bewegungen:
in Fachschaftsräten, in der Fachschaftsrätekonferenz, im Studierendenparlament, im Akademischen Senat, in Fakultätsräten, in der Friedensbewegung, in Bündnissen gegen Neofaschismus, in Aktivitäten gegen Sozialabbau. Wir sind bundesweit als Gründungsmitglied im Hochschulgruppenverband Die Linke.SDS organisiert.

Dieses Engagement ist uns alltägliche und stets menschliche Angelegenheit. Allseitige Emanzipation als erstes Bedürfnis. Dem sollte sich auf Dauer niemand entziehen.

„Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?“

Bertolt Brecht, „Lob der Dialektik“, 1934.

Jakobinersperling